Offene Ateliers in Düsseldorf
Düsseldorf hat für offene Ateliers ein eingeführtes Format mit eigenem Namen: die „Kunstpunkte\". An zwei Septemberwochenenden öffnen hunderte Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeitsorte – organisiert mit dem Kulturamt. Dazu kommen Akademie-Rundgang und Besuche nach Vereinbarung.Arbeiten in Ateliers in Düsseldorf ansehen
Ateliers besuchen nach Vereinbarung
Außerhalb der großen Termine empfangen viele Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstler Interessierte nach Absprache – von Flingern bis Lierenfeld. Ein kurzes Anschreiben mit Terminvorschlag genügt; der verabredete Besuch ist der unmittelbarste Zugang zu Werk und Arbeitsweise. Kontakt nimmt man am besten über die eigene Website oder die Social-Media-Kanäle der jeweiligen Künstlerin oder des Künstlers auf.
Die Kunstpunkte im September
Das zentrale Format sind die „Kunstpunkte – offene Ateliers und Offräume": Das Kulturamt der Landeshauptstadt rief sie 1997 ins Leben; 2026 feiert die Veranstaltung damit ihr 30-jähriges Bestehen. An zwei Septemberwochenenden öffnen Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeitsorte – ein Wochenende für den Norden, eines für den Süden der Stadt, zuletzt mit rund 350 bis 450 teilnehmenden Künstlern an 180 bis über 200 Standorten und bis zu 65.000 gezählten Atelierbesuchen über beide Wochenenden, ergänzt um Offräume und geführte Touren durch ausgewählte Ateliers. Programm und Karte erscheinen jährlich auf kunstpunkte.de.
Akademie-Rundgang
Kurfürst Carl Theodor gründete die Düsseldorfer Akademie 1773 als „Kurfürstlich Pfälzische Academie der Maler-, Bildhauer- und Baukunst"; ab 1819 firmierte sie in den preußischen Rheinprovinzen als Königliche Kunstakademie. Ihre prägendste Phase erlebte die Akademie in den 1960er und 1970er Jahren, als Joseph Beuys von 1961 bis 1972, Gerhard Richter von 1971 bis 1993 und Günther Uecker als Professoren dort lehrten und ganze Künstlergenerationen beeinflussten. Zweimal im Jahr, im Winter und im Sommer, öffnet die heute über 250 Jahre alte Hochschule ihre Klassen zum Rundgang – dem wichtigsten Schaulauf des Nachwuchses, bei dem sich Arbeitsräume und kommende Positionen zugleich besichtigen lassen; zuletzt zählte die Akademie rund 40.000 Besucherinnen und Besucher an den Rundgang-Tagen.
Salzmannbau: Atelier am Eck im historischen Industriebau
In Düsseldorf-Bilk steht der Salzmannbau, das frühere Hauptgebäude der Maschinenfabrik Jagenberg: 1905 und 1906 errichteten die Architekten Heinrich Salzmann und C. Ganzlin den Bau in der damals neuartigen Stahlskelettbauweise. Seit 1985 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. 1994 zogen zahlreiche Künstlerateliers, Büros gemeinnütziger Organisationen sowie Wohnraum in den Komplex ein, zugleich entstanden mit dem Bürgerzentrum, der Jazzschmiede und dem Atelier am Eck mehrere Ausstellungs- und Veranstaltungsorte unter einem Dach. Heute zählt der Salzmannbau 36 Künstlerateliers, davon ein Großteil als Wohnateliers ausgelegt, hinzu kommen 85 sozial geförderte Wohn- und Studierendenapartments. 2020 sicherten Stadt und Landesentwicklungsgesellschaft LEG das Nutzungskonzept des Hauses bis zum Jahr 2063 vertraglich ab – ein Ergebnis der Initiative des Vereins „Leben in der Fabrik e.V.", der das Mischkonzept aus Wohnen, Kultur und bürgerschaftlichem Engagement von Beginn an mitgetragen hat. Das städtische Kulturamt betreibt im Erdgeschoss den rund 80 Quadratmeter großen Ausstellungsraum Atelier am Eck: Dort zeigen eingeladene Gastkünstlerinnen und -künstler aus internationalen Austauschprogrammen ihre Arbeiten, in der Reihe „Back from …" stellen zurückgekehrte Düsseldorfer Stipendiatinnen und Stipendiaten die im Ausland entstandenen Werke vor.
Wer beim Besuch auch kaufen möchte – bei den Kunstpunkten wie beim Rundgang üblich –, findet die Wege auf der Seite Kunst kaufen in Düsseldorf beschrieben.
Zwischen den Kunstpunkten im September, dem winterlichen Akademie-Rundgang und dem ganzjährigen Programm im Salzmannbau lässt sich Düsseldorfs Atelierszene über das ganze Jahr verteilt erleben – von der kurzfristig verabredeten Einzelbegegnung bis zum stadtweiten Septembertermin mit hunderten Teilnehmenden an mehr als 180 Standorten.
Schon gewusst?
Was sind die Düsseldorfer Kunstpunkte?
Das offene-Ateliers-Format der Stadt: An zwei Septemberwochenenden – eines für den Norden, eines für den Süden – öffnen hunderte Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers und Offräume, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt, ergänzt um geführte Touren. Programm und Karte erscheinen jährlich auf kunstpunkte.de.
Kann man Ateliers auch außerhalb der Kunstpunkte besuchen?
Ja – nach direkter persönlicher Vereinbarung. Dazu kommen der Akademie-Rundgang im Winter und das Atelier am Eck im Salzmannbau, das ganzjährig Einblicke in die Düsseldorfer Szene bietet.
Was ist der Salzmannbau?
Das 1905/1906 als Hauptgebäude der Maschinenfabrik Jagenberg errichtete, seit 1985 denkmalgeschützte Industriegebäude in Düsseldorf-Bilk. Seit 1994 beherbergt es zahlreiche Künstlerateliers sowie mit dem Atelier am Eck einen städtischen Ausstellungsraum für Gastkünstlerinnen und -künstler internationaler Austauschprogramme.
Quellen & Hinweis
https://kunstpunkte.dehttps://www.duesseldorf.de/kulturamthttps://www.kunstakademie-duesseldorf.deDieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.