Expressionismus
Der Expressionismus ist der deutsche Beitrag zur Weltkunst des 20. Jahrhunderts: Malerei, die nicht zeigt, wie die Welt aussieht, sondern wie sie sich anfühlt. Grelle Farben, harte Konturen, verzerrte Körper – was 1905 als Provokation begann, prägt die expressive Malerei bis heute.
Natur und Land Art
Land Art verlässt das Atelier und das Museum und macht die Erde selbst zum Material und Ort des Werks. Seit den späten 1960er-Jahren haben Künstler Spiralen in Salzseen gebaut, Steinkreise auf Berggipfeln errichtet und Schnee zu vergänglichen Skulpturen gefügt. Das Werk gehört der Landschaft – und vergeht mit ihr.
Tuschezeichnung
Tusche verzeiht nichts: Jeder Strich ist endgültig, jede Linie ein Bekenntnis. Vielleicht ist die Tuschezeichnung gerade deshalb seit zwei Jahrtausenden das Medium der Meisterschaft – in Ostasien als eigene Kunstphilosophie, in Europa als Königsdisziplin der Zeichner von Rembrandt bis van Gogh.