Tuschezeichnung
Tusche verzeiht nichts: Jeder Strich ist endgültig, jede Linie ein Bekenntnis. Vielleicht ist die Tuschezeichnung gerade deshalb seit zwei Jahrtausenden das Medium der Meisterschaft – in Ostasien als eigene Kunstphilosophie, in Europa als Königsdisziplin der Zeichner von Rembrandt bis van Gogh.
Abstrakte Malerei
Vor gut hundert Jahren wagten Malerinnen und Maler den radikalsten Schritt der Kunstgeschichte: Bilder, die nichts mehr abbilden. Farbe, Form und Rhythmus wurden zur eigenen Sprache. Was als Skandal begann, ist heute eine selbstverständliche Bildsprache der Gegenwart – und wird doch immer wieder neu erfunden.
Kohlezeichnung
Ein verkohltes Stück Holz aus dem Feuer – mehr brauchte der Mensch nicht, um mit dem Zeichnen zu beginnen. Die Kohle ist das älteste Zeichenmittel der Menschheit und zugleich eines der ausdrucksstärksten: Kein anderes Material erzeugt ein so tiefes, samtiges Schwarz und reagiert so unmittelbar auf die Bewegung der Hand.