Psyche und Kunst
Psyche und Kunst sind seit dem frühen 20. Jahrhundert auf eine Weise verbunden, die beide verändert hat: Die Psychoanalyse gab der Kunst neue Quellen im Unbewussten; die Bildende Kunst gab der Psychologie neue Evidenz für die Eigengesetzlichkeit des seelischen Lebens. Kein anderes Denkmodell hat die Ästhetik des 20. Jahrhunderts so tief geprägt wie die Psychologie.
Schlaf und Traum in der Kunst
Kein Zustand macht einen Körper so verwundbar wie der Schlaf – und kaum ein Zustand hat Maler so beharrlich beschäftigt. Schon die Renaissance feierte die schlafende Venus als Idealbild ungestörter Schönheit, die Romantik entdeckte im Albtraum das Unheimliche, der Surrealismus erklärte den Traum zur Eingangstür ins Unbewusste. Vier Gemälde aus vier Jahrhunderten zeigen, wie sich der Blick auf den schlafenden Körper von der Andacht zur Analyse verschoben hat.
Surrealismus
Eine weiche Uhr, ein Apfel vor dem Gesicht, eine Pelztasse: Die Bilder des Surrealismus gehören zum kollektiven Gedächtnis der Moderne. Die Bewegung, die 1924 in Paris den Traum zur Wirklichkeit erklärte, hat die Kunst verändert – und unser Wort für alles Unwirkliche gleich mit.